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Wilde Karde

Foto: Uwe Schmietainski
Foto: Uwe Schmietainski

Karde oder Distel ?

Obwohl der lateinische Name der Distel carduus ist und die Karde wie eine Distel aussieht, gehört die Karde in eine eigene Pflanzenfamilie, den Kardengewächsen Dipsacoideae - Wilde Karde Dipsacus fullonum. Dipsacus kommt vom griechischen dipsa für Durst: Vögel können das Regenwasser aus den Trichtern der Stängelblätter trinken. Getrocknete Kardenköpfe wurden früher zum Kämmen (Kardieren, Karden) der Wolle vor dem Spinnen genutzt, um die losen Fasern auszurichten. Wurzelextrakte von Karde sollen bei Magen- und Darmbeschwerden das Immunsystem stärken und Hauterkrankungen lindern. Seit einigen Jahren wird Karde in der Borreliose-Behandlung eingesetzt.