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Rotmilan

Foto: Hasso von Gryczewski
Foto: Hasso von Gryczewski

Einst machte der Rotmilan Milvus milvus auf fetten Ackerböden reiche Beute, doch industrialisierte Landwirtschaft und massiver Chemieeinsatz haben dies zerstört. Rotmilane brauchen offene, reich strukturierte Landschaften - Wiesen, Felder, Waldränder, Seen - da sie ihre Nahrung aus der Luft suchen. Neben Nagetieren, Vögeln und Fischen nehmen sie heute auch Aas: Überfahrene Tiere oder Mähopfer. Sie sind Zugvögel, allgemein geht’s im Herbst nach Südwesten (Frankreich, Spanien, Portugal). Zunehmend überwintern sie jedoch auch in Deutschland. Mülldeponien bieten ihnen ganzjährig Nahrung. Der Ruf des Rotmilans - ein langgezogenes, trillerndes "uuu-wiuwiuwiuwiuuu" - klingt fast melancholisch. Es ist eher selten zu hören, lediglich Ende März während der Balz und von April bis Juni während der Brutpflege.